
Mia, Gründerin von HeartLead in Rostock, wusste schon als Kind, dass ihr Weg mit Hunden verbunden sein würde. Sie liebt Hunde, seit sie denken kann. Als sie lesen lernte, griff sie direkt zu Hundesachbüchern und konnte schon in der Grundschule unzählige Rassen unterscheiden. Früh war klar: Ihre Faszination galt nicht nur den Tieren selbst, sondern ihrem Verhalten, ihrer Kommunikation und der besonderen Verbindung zwischen Mensch und Hund.
Doch ihr eigener Weg ins professionelle Hundetraining begann nicht mit einem „perfekten“ Hund, sondern mit einer Herausforderung.
Wenn der Traumhund nicht der ist, den man erwartet
Als Mia ihre Hündin Marta bekam, stellte sie sich gemeinsame Abenteuer, Sport und Leichtigkeit vor. Stattdessen traf sie auf einen unsicheren Hund, der von der Welt überfordert war. Spaziergänge endeten vor der Haustür, neue Reize lösten Panik aus.
Was zunächst nach Enttäuschung klang, wurde zum Wendepunkt.
Mia erkannte, dass es nicht um Gehorsam ging – sondern um Sicherheit. Nicht um Kontrolle – sondern um Vertrauen. Schritt für Schritt wuchsen beide an dieser Aufgabe. Durch geduldiges Training, feine Kommunikation und gemeinsames Lernen entwickelte sich aus Unsicherheit ein stabiles Team.
Heute ist Marta souverän im Alltag unterwegs, tritt auf Events auf und wurde sogar in eine Filmhund-Agentur aufgenommen. Doch für Mia war der größte Erfolg nie die Bühne – sondern die Beziehung.
Vom Training zur Beziehungskompetenz
Diese Erfahrung prägt HeartLead bis heute. Für Mia ist Hundetraining keine Dressur und kein Machtinstrument. Es ist Beziehungsarbeit.
Sie begleitet vor allem junge Frauen, die sich mit ihrem Hund unsicher fühlen, zweifeln oder das Gefühl haben, „nicht gut genug“ zu sein. Menschen, die alles richtig machen wollen – und sich dennoch überfordert fühlen.
Ihr Ansatz verbindet fundiertes Wissen mit Empathie und klarer Führung. Es geht um Körpersprache, Verständnis und darum, Verantwortung zu übernehmen – ohne Druck, ohne Angst.
Denn für Mia steht fest: Ein Hund braucht keinen strengen Rahmen, sondern einen verlässlichen Menschen.
Der Mut, sichtbar zu werden
Der Schritt in die Selbstständigkeit war für Mia mehr als eine berufliche Entscheidung. Als jemand, der früher eher im Hintergrund stand, bedeutete es vor allem eines: Mut zur Sichtbarkeit.
Sich mit einer klaren Haltung in einer Branche zu positionieren, die oft zwischen Extremen schwankt, war eine bewusste Entscheidung. Für sie ist gewaltfreies Training keine Option, sondern eine Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig setzt sie auf Struktur und Klarheit – jenseits von Halbwissen und schnellen Social-Media-Lösungen.
Eine neue Generation von Hundetraining
Mit HeartLead verfolgt Mia eine klare Vision: Hundetraining soll wieder das werden, was es sein sollte – eine gemeinsame Entwicklung.
Weniger Verurteilung.
Mehr Verständnis.
Weniger Druck.
Mehr Vertrauen.
Sie wünscht sich eine Trainingskultur, in der Menschen lernen, ihre Hunde wirklich zu lesen – und in der Hunde nicht funktionieren müssen, sondern sich sicher fühlen dürfen.
Der Kern ihrer Arbeit lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Entwicklung.
Denn wenn die Beziehung wächst, verändert sich alles – auf beiden Seiten der Leine.
