Hey, mein Name ist Nicole Widdecke, ich bin 39 Jahre und habe mich 2021, nach zwei Jahrzehnten in der Großstadt entschieden, zurück in meine Heimat zu kehren – mit all dem Wissen und den Erfahrungen, die mich auf meinem eigenen Weg begleitet haben.

Heute arbeite ich als Entspannungspädagogin, psychologische Begleiterin für traumaorientierte Körperarbeit sowie als Yogalehrerin aktiv. Ich begleite Menschen dabei, aus chronischer Überforderung, innerer Unruhe und dem Gefühl, ständig „machen zu müssen“, auszusteigen.

Mein Fokus liegt darauf, Menschen mit einem dysregulierten Nervensystem zu unterstützen, sich wieder mit ihrem Körper zu verbinden und echte Veränderung als auch Verbindung zu sich und anderen zu ermöglichen – jenseits von Druck, Disziplin und Selbstoptimierung.


Die Sehnsucht nach innerer Ruhe

Viele von uns kennen dieses permanente Gefühl von Getriebensein. Wir hetzen von Aufgabe zu Aufgabe, wollen alles „richtig“ machen, es evtl. sogar jedem “Recht“ machen und das Beste aus uns herausholen. Dabei überhören wir die Signale unseres Körpers – die Müdigkeit, die Anspannung, das subtile Unwohlsein, das uns sagt:

„Es ist zu viel.“

Gerade Frauen, die viel leisten – ob selbstständig, in Führungspositionen oder als Macherinnen im Alltag – spüren diesen Hustle-Modus besonders stark. Der Kloß im Hals nimmt einem die Luft zum Atmen, die innere Checkliste wird nie leer, das Gedankenkarussell dreht sich weiter, auch wenn der Körper längst nach Pause schreit. Kurze Zeiten des Auftanken geben Energie, die schnell wieder verflogen ist und wir befinden uns wieder im Hamsterrad.

In extremen Fällen, ist unser Körper von Kopf-, Nacken und Rückenschmerzen geplagt. Das Herzkreislaufsystem spielt verrückt und von der Schlafqualität möchte ich gar nicht erst anfangen zu sprechen. Und das häufig schon in jungen Jahren.

Und so entsteht der Wunsch: Wann kann ich endlich ankommen? Wann darf ich einfach sein? Doch oft bleibt diese Sehnsucht genau das – eine Sehnsucht. Denn obwohl wir rational verstehen, dass wir langsamer machen sollten, schaffen wir es nicht. Die To-Do-Liste bleibt lang, die Erwartungen hoch, der Stresslevel konstant.


Warum „einfach mal entspannen“ nicht funktioniert

Viele Coaching-Methoden setzen genau hier an: „Denk anders. Setz es einfach um. Mach eine Morgenroutine. Schreib ein Dankbarkeitsjournal.“ Doch wer einmal versucht hat, „einfach“ gelassen zu sein, merkt schnell: Es funktioniert nicht.

Warum?

Weil Veränderung nicht allein im Kopf passiert. Wenn unser Nervensystem im Überlebensmodus steckt – getrieben von alten Mustern, unbewussten Ängsten oder chronischem Stress – dann ist Loslassen keine bewusste Entscheidung. Dann ist es ein Zustand, den unser Körper gar nicht zulassen kann.

Das ist kein Zeichen von „mangelnder Disziplin“ oder „zu wenig Willenskraft“. Es bedeutet einfach, dass dein Nervensystem sich nicht sicher genug fühlt, um wirklich loszulassen.


Der Körper als Schlüssel zur Veränderung

Unser Nervensystem speichert Erfahrungen. Es entscheidet, ob wir uns sicher oder bedroht fühlen – und genau das bestimmt unser Handeln. Die Polyvagal-Theorie erklärt, wie unser autonomes Nervensystem reagiert, wenn wir Stress oder Unsicherheit erleben:

• Fight/Flight (Kampf oder Flucht): Wir pushen uns weiter, übergehen unsere Grenzen, versuchen „noch ein bisschen mehr“ zu leisten.
• Freeze (Erstarren): Wir fühlen uns erschöpft, antriebslos, handlungsunfähig – als ob wir im Nebel stecken.
• Fawn (Anpassen): Wir versuchen, es allen recht zu machen, statt auf unsere eigenen Bedürfnisse zu hören.

Das bedeutet:

Solange dein Nervensystem im Überlebensmodus ist, kannst du nicht einfach entspannen oder „anders denken“ – dein Körper erlaubt es nicht.Hier setzt traumasensibles Yoga und die gezielte arbeit mit unserem Nervensystem und Körper an. Diese Methoden helfen dir nicht nur, Stress abzubauen, sondern dein gesamtes System neu auszurichten – sodass du dich endlich sicher genug fühlst, um aus dem Hustle-Modus auszusteigen. Noch schenkt dir das „ machen müssen“ immens viel Sicherheit auf unterbewusster Ebene. Auch, wenn es sich alles andere als gut für dich anfühlt.

Wie traumasensibles Yoga und Nervensystemregulation helfen können

Traumasensibles Yoga ist keine reine Körperübung – es ist eine Möglichkeit, dich wieder mit dir selbst zu verbinden. Es bietet einen sicheren Raum, in dem du durch achtsame Bewegungen, Atemübungen und Selbstwahrnehmung lernst, wieder in deinen Körper hineinzuspüren.

Durch regelmäßige Praxis kannst du:

Denn Veränderung geschieht nicht nur im Kopf – sie beginnt im Körper.


Mein Weg – Deine Begleitung

Ich kenne dieses Gefühl, nicht zur Ruhe zu kommen. Ich weiß, wie es ist, wenn der Kopf alles versteht, aber der Körper trotzdem im Dauerstress bleibt. Auf meinem eigenen Weg habe ich gelernt: Wahre Veränderung passiert nicht durch Kontrolle, sondern durch Sicherheit. Und diese entsteht nur, durch neue Referenzerfahrungen und langsame tägliche Mini Steps statt eines Sprintes.

Sicherheit in dir selbst. Sicherheit in deinem Körper. Sicherheit in dem Wissen, dass du nicht ständig „funktionieren“ musst, um wertvoll zu sein. Deine Körper darf in seinem harten Panzer lernen, dass es sicher ist, weich zu werden.

Heute begleite ich Menschen auf genau diesem Weg – mit traumasensiblem Yoga, Nervensystemarbeit und körperorientierten Methoden. Nicht als weiteres „Optimierungsprogramm“, sondern als sanften, nachhaltigen Weg, um endlich anzukommen – in dir selbst.

Du darfst lernen, dich sicher zu fühlen.
Du darfst lernen, loszulassen.
Du darfst lernen, einfach zu sein.


Ich lade dich ein, zu spielen. Das Leben durch die rosarote Brille zu betrachten und dich auszuprobieren in der Arbeit mit deinem Nervensystem. Denn echte Ruhe, Tiefenentspannung und Nichtstun beginnt dort, wo dein Körper sich sicher fühlt. Was ich in meiner Selbstständigkeit – und in der Arbeit mit dem Nervensystem – gelernt habe:

Wahre Veränderung beginnt mit radikaler Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Erst wenn wir anerkennen, wo wir feststecken, welche Muster uns steuern und was unser Körper wirklich braucht, können wir uns aus dem ständigen Hustle befreien und ein Leben in Balance und innerer Ruhe gestalten.


Von Herzen
Nicole


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